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Tellkamp, Uwe - Der Turm 24,80 EUR
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Art.Nr.: 3-518-42020-8
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Tellkamp, Uwe - Der Turm

Geschichte aus einem versunkenen Land
Roman

Verlagsinfo:
Hausmusik, Lektüre, intellektueller Austausch: Das Dresdner Villenviertel, vom real existierenden Sozialismus längst mit Verfallsgrau überzogen, schottet sich ab. Resigniert, aber humorvoll kommentiert man den Niedergang eines Gesellschaftssystems, in dem Bildungsbürger eigentlich nicht vorgesehen sind. Anne und Richard Hoffmann, sie Krankenschwester, er Chirurg, stehen im Konflikt zwischen Anpassung und Aufbegehren: Kann man den Zumutungen des Systems in der Nische, der »süßen Krankheit Gestern« der Dresdner Nostalgie entfliehen wie Richards Cousin Niklas Tietze - oder ist der Zeitpunkt gekommen, die Ausreise zu wählen? Christian, ihr ältester Sohn, der Medizin studieren will, bekommt die Härte des Systems in der NVA zu spüren. Sein Weg scheint als Strafgefangener am Ofen eines Chemiewerks zu enden. Sein Onkel Meno Rohde steht zwischen den Welten: Als Kind der »roten Aristokratie« im Moskauer Exil hat er Zugang zum seltsamen Bezirk »Ostrom«, wo die Nomenklatura residiert, die Lebensläufe der Menschen verwaltet werden und deutsches demokratisches Recht gesprochen wird.
In epischer Sprache, in eingehend-liebevollen wie dramatischen Szenen entwirft Uwe Tellkamp ein monumentales Panorama der untergehenden DDR, in der Angehörige dreier Generationen teils gestaltend, teils ohnmächtig auf den Mahlstrom der Revolution von 1989 zutreiben, der den Turm mit sich reißen wird.

976 Seiten, Gebunden

ISBN 978-3-518-42020-1

Diesen Artikel haben wir am Donnerstag, 25. September 2008 in unseren Katalog aufgenommen.

Kundenrezensionen:

Autor:Steffen Ludwig 16.04.2009
Bewertung:TEXT_OF_5_STARS

Das ist er wohl - der große Wenderoman, der von der Literaturkritik lange herbeigesehnte. Große Literatur ist es gewiss! Dieser Roman wird die Saison überdauern und in die deutsche Literaturgeschichte eingehen. Auf fast eintausend Seiten zeigt uns der Gewinner des Deutschen Buchpreises 2008 das Dresdner Bildungsbürgertum zwischen 1982 und 1989. Wir erhalten Einblicke in den Alltag und die Gedanken eines Chirurgen, eines Lektors, eines Schülers (und später Studenten bzw. Armeeangehörigen) und vieler anderer interessanter Charaktere. Mit viel Detailkenntnis und manchmal ausuferndem Beschreibungswahn entwirft Uwe Tellkamp ein großes DDR-Panorama. Keine leichte Lektüre, nicht immer an allen Stellen sofort verständlich. Über dieses Monumentalwerk des sprachgewaltigen Autors werden sich in Zukunft noch viele Abiturienten den Kopf zerbrechen und ihre Synapsen zum Glühen bringen.


 
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