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Kertész/Esterházy/Schulze - Eine, zwei, noch eine Geschichte/n 12,00 EUR
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Art.Nr.: 3-8270-0787-9
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Kertész/Esterházy/Schulze - Eine, zwei, noch eine Geschichte/n

Verlagsinfo:
Imre Kertész schreibt eine Geschichte. Péter Esterházy schreibt eine zweite. Ingo Schulze schreibt noch eine. Zum ersten Mal sind die drei Geschichten, die sich auf kluge und bewegende Weise aufeinander beziehen, in einem Band zu lesen. Ein literarisches Ereignis.
„Es ist ein Kennzeichen großer Literatur, dass sie sich dem Gedächtnis einprägt wie etwas selbst Erlebtes, vielleicht sogar noch besser einprägt, weil sie eine Präzision des Ausdrucks besitzt, wie es sie im Alltag selten gibt. Wir glauben, in der Literatur etwas wiederzuerkennen, ohne es selbst so klar formulieren zu können.
Imre Kertész’ Erzählung Protokoll, eine Zugfahrt im Jahr 1991 von Budapest in Richtung Wien, traf mich aber auch deshalb, weil sie mir bewies, dass Charakter und das, was wir verschämt ,ein großes Herz‘ nennen, für die Literatur eben doch entscheidend sind.
Péter Esterházys Erzählung Leben und Literatur beschreibt die gleiche Zugfahrt ein Jahr später. Der Ich-Erzähler trifft auf kaum veränderte Umstände, doch sein Umgang mit der Grenze und ihren Kontrolleuren ist ein anderer. Im Vergleich werden auf so tragische wie komische Art und Weise Prägungen evident, die man leichthin Generationserfahrungen nennt. Was diese Unterschiede aber Tag für Tag, Stunde um Stunde bedeuten, das begreift man vielleicht hier. Und zugleich erzählt Péter Esterházy davon, wie irritierend es ist, wenn man erlebt, wie das Leben die Literatur nachahmt.
Diese Behauptung ließ sich leicht in eine Aufforderung umdeuten, selbst den Zug von Budapest nach Wien zu nehmen. Ich wollte, mir der Vermessenheit durchaus bewusst, meine Erfahrungen mit denen der beiden bewunderten Schriftsteller vergleichen, um mehr über mich selbst und unsere Zeit zu erfahren. Heute sind die Grenzen für EU-Europäer nicht nur durchlässig, sondern geradezu unsichtbar geworden. Doch für jene, die sie nicht passieren dürfen, sind die Grenzen nach wie vor unüberwindbar, nur dass wir jene Grenzgänger kaum noch sehen wollen und sie damit zu Unsichtbaren werden.“   
Ingo Schulze

Aus dem Ungarischen von Kristin Schwamm und Hans Skirecki
Autoren: Péter Esterházy, Ingo Schulze, Imre Kertész
96 Seiten  
Gebunden

ISBN-13: 9783827007872
 


Diesen Artikel haben wir am Samstag, 24. Mai 2008 in unseren Katalog aufgenommen.

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