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Walser, Martin - Ein liebender Mann 19,90 EUR
inkl. 7 % MwSt zzgl.
Art.Nr.: 3-498-07363-X
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Walser, Martin - Ein liebender Mann

Verlagsinfo:
Der 73-jährige Goethe – Witwer und so berühmt, dass sein Diener Stadelmann heimlich Haare von ihm verkauft – liebt die 19-jährige Ulrike von Levetzow. 1823 in Marienbad werden Blicke getauscht, Worte gewechselt, die beiden küssen einander auf die Goethe’sche Art. Er sagt: Beim Küssen kommt es nicht auf die Münder, die Lippen an, sondern auf die Seelen. «Das war sein Zustand: Ulrike oder nichts.» Aber sein Alter holt ihn ein. Auf einem Kostümball stürzt er, und bei einem Tanztee will sie ein Jüngerer verführen. Der Heiratsantrag, den er Ulrike trotzdem macht, erreicht sie erst, als ihre Mutter mit ihr nach Karlsbad weiterreisen will. Goethe, mal hoffend, mal verzweifelnd, schreibt die «Marienbader Elegie». Zurück in Weimar, lässt ihn die eifersüchtige Schwiegertochter Ottilie nicht mehr aus den Augen. Martin Walsers neuer Roman erzählt die Geschichte einer unmöglichen Liebe: bewegend, aufwühlend und zart. Die Glaubwürdigkeit, die Wucht der Empfindungen und ihres Ausdrucks – das alles zeugt von einer Kraft und (Sprach-)Leidenschaft ohne Beispiel.

Roman
Originalausgabe
288 Seiten, Hardcover

ISBN 978-3-498-07363-3



Diesen Artikel haben wir am Sonntag, 02. März 2008 in unseren Katalog aufgenommen.

Kundenrezensionen:

Autor:Steffen Ludwig 02.03.2008
Bewertung:TEXT_OF_5_STARS

Ein mutiges Projekt Martin Walser riskiert mit seinem neuen Roman Ein liebender Mann den Vergleich mit Thomas Manns Lotte in Weimar und letztlich sogar mit Goethe selbst. Er schildert in diesem Roman Goethes letzte große - unerwiderte - Liebe zur vierundfünfzig Jahre jüngeren Ulrike von Levetzow. Walser gelingt es dabei vortrefflich die Handlung und vor allem die Gefühle - Goethes Gefühle - authentisch erscheinen zu lassen. Er trifft den richtigen Ton, sodass wir uns während des gesamten Romans ganz bei Goethe fühlen. Wir haben das Gefühl, dass wir sein Tagebuch lesen - auch wenn der Roman in der dritten Person geschrieben worden ist. Erst mit dem letzten Satz beraubt uns Walser unserer Illusion. Er weckt uns quasi auf und ruft uns zu: Hallo, aufwachen! Ich wars, der Walser! Alles nur Fiktion. Doch trotz des letzten Satzes - dieses Buch hält dem Vergleich mit Thomas Mann stand. Ein großer Wurf.


 
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