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Menasse, Robert - Don Juan de la Mancha oder ... 18,80 EUR
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Art.Nr.: 3-518-41910-2
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Menasse, Robert - Don Juan de la Mancha oder ...

Don Juan de La Mancha oder Die Erziehung der Lust

Verlagsinfo:
»Man kann nur mit der ersten Frau oder mit der letzten glücklich werden«, sagt der Vater und faßt so das Dilemma des Verführers zusammen. Auch Nathan, der nie ganz aus seines Vaters Schatten getretene Sohn, ist ein Verführer. Schnell sind wir ihm verfallen, dem melancholischen, tragikomischen Wiederholungstäter im ritterlichen Kampf um die Rettung der Liebe. Und schnell sympathisieren wir mit den unverwechselbaren Frauen, die seinen Weg kreuzen.
Nathans Vater suchte sein Glück bei den Frauen, Nathans Mutter fand ihr Unglück bei den Männern. Nathan bricht auf in die Welt, um alles ganz anders zu machen. Was macht er ganz anders? Nichts. Nur die Bedingungen haben sich geändert, die Ansprüche. Nathan, bei seiner Zeitung zuständiger Redakteur für das Ressort »Leben«, verkörpert die Generation der Nach-68er. Unter dem Diktat der Emmas und Bettys darf er seine Männlichkeit zwar ausleben, aber nicht mehr genießen.

Unterhaltsamer und pointierter denn je, zeichnet Robert Menasse das Portrait seiner Generation und einer Gesellschaft, »die nicht einmal einen Liter Mineralwasser verkaufen kann, ohne diese Ware erotisch zu besetzen«. Der Erlösung kommt sein Held nicht näher, aber wir sehen uns am Ende dieses ungewöhnlichen Bildungsromans nicht nur aufgeklärt in einer abgeklärten Welt, sondern auch merkwürdig getröstet, verführt von seltsam zärtlicher Ironie.

Roman
274 Seiten, Gebunden

ISBN 978-3-518-41910-6



Diesen Artikel haben wir am Samstag, 26. Januar 2008 in unseren Katalog aufgenommen.

Kundenrezensionen:

Autor:Steffen Ludwig 26.01.2008
Bewertung:TEXT_OF_5_STARS

Das fängt ja gut an... Ein wunderbarer erster Satz - der viel verspricht. Doch leider werden die Erwartungen nicht erfüllt. "Don Juan de la Mancha" ist ein unruhiges Buch. Satzfetzen im Stakkatostil wechseln sich ab mit langen, fast schon poetischen Passagen. Man kann Robert Menasse allerdings zugute halten, dass sich in diesem Stil der unstete Lebenswandel des Protagonisten widerspiegeln soll. Nathan, der Ich-Erzähler, irrt durchs Leben, immer auf der verzweifelten Suche nach der großen Liebe und dem großen Glück. Doch beides findet er nicht. So wie seine Mutter das Unglück bei den Männern fand, so schlittert auch Nathan von einer Enttäuschung zur nächsten. Leider verliert man als Leser durch Rückblenden und Vorausschauen schnell den Überblick was Nathans Frauenbekanntschaften anbetrifft. Das verleidet einem die Lektüre etwas. Doch es gibt zum Glück auch immer wieder sehr gelungene Sätze und Passagen, in denen Menasse viel Witz und Humor zeigt. Kein ganz schlechtes Buch, aber auch kein großer literarischer Wurf. Der Text wirkt mehr wie eine Schreibübung.


 
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